Da die Frage nach den „Standards in der Sozialen Arbeit“ (mal wieder) aktueller ist denn je, habe ich hier einen kurzen Überblick zu drei grundlegenden Arbeiten zu diesem Thema zusammengestellt.
“Code of Ethics” der National Association of Social Workers
Eines der bekanntesten Grundlagenpapiere zum Thema „ethische Standards in der Sozialen Arbeit“ ist der Code of Ethics von der National Association of Social Workers (NASW), der größten us-amerikanischen Vereinigung für Sozialarbeiter. Der Code of Ethics definiert gemeinsame Grundwerte für die professionelle Soziale Arbeit. Diese Werte sollen Sozialarbeitern einerseits als berufliche Handlungsmaxime gelten, andererseits dienen sie auch als Bewertungsinstrumentarium, mit Hilfe dessen die ethische Qualität Sozialer Arbeit (auch von außen) überprüfbar wird.
„Definition Sozialer Arbeit“ der International Federation of Social Workers
Die International Federation of Social Workers (IFSW) ist der größte internationale Dachverband sozialer Organisationen. Ihre Definition of Social Work versteht sich ausdrücklich als globale, also auf alle Länder übertragbare. Entscheidend an der überarbeiteten Definition von 2005 ist, dass sie als dynamisch und sich entwickelnd verstanden wird und Soziale Arbeit im 21. Jahrhunderts damit als prozessorientiert und wandlungsfähig begreift.
„Qualitätskriterien“ des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit
Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) hat 2001 umfangreiche Kriterien zur Beurteilung der Qualität in den Handlungsfeldern Sozialer Arbeit entwickelt, als Gegenreaktion auf eine „Qualitätsdiskussion“, die an rein wirtschaftlichen Interessen (sprich: Minimierung sozialer Kosten) orientiert ist. Die Qualitätskriterien des DBSH formulieren Standards, über die sich die Güte professioneller Sozialer Arbeit (d.h. Ziele, Prozesse, Strukturen, Effizienz, Effektivität), selber nachweisen und verbessern lässt.
