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Was ist Social-Media-Kompetenz?

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Manchmal muss man eine Ecke weiterdenken, bevor man auf den richtigen Weg gelangt. Diese Erkenntnis kam mir heute, als ich darüber nachdachte, was man (ich) anstellen muss, um Soziale Arbeit und Social Media besser miteinander zu „befreunden“. Was muss ich tun, um mehr Sozialpädagogen für das Bloggen zu begeistern? Wie kann ich Sozialarbeiter über das Internet am besten erreichen? Wie kann ich die Kommunikation unter Pädagogen über das Netz vorantreiben?

Über diese Fragen ist auch schon Stefan Zollondz gestolpert, als er in seinem offenen Brief an Brigitte Reiser in die Netzwelt hinausrief: „Hallo ihr Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, ihr Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen und alle anderen, die in der Gemeinwesenarbeit tätig sind! Wie erreichen wir euch? Was denkt ihr? Wo wollt ihr etwas verändern?“

Die Ecke, um die ich schließlich gedacht habe, hat das „Was muss ich tun?“ (im Sinne der Methode) erst einmal zurückgestellt. Stattdessen rückte das „Was braucht es (auch) von den anderen?“ (im Sinne der Kompetenz) in den Fokus.

Benötigt man beim Umgang mit Social Media bestimmte Kompetenzen? Sind diese Kompetenzen die gleichen, die sich gemeinhin unter den Stichwörtern Medien- bzw. Internetkompetenz zusammenfassen lassen oder sind es andere? Macht es einen Unterschied, ob ich im Internet auf eine statische Hompage oder eine Blog stoße, auf eine Enzyklopädie oder ein Wiki(pedia)?

Wer sich täglich im Netz bewegt, wer selber einen Blog schreibt, ein Forum moderiert oder aktives Mitglied in einem virtuellen sozialen Netzwerk ist, mag diese Fragen vielleicht albern finden. Die Wahrnehmung und Differenzierung der unterschiedlichen Internetangebote, das Erkennen von (Netz)Symbolen und ihrer Bedeutung, das Setzen der Maus-Taste an die richtige Stelle – für den geübten User mag das zu den Selbstverständlichkeiten gehören, es passiert beinahe automatisch. Er durchläuft nicht vor jedem Klick einen bewussten, längeren Entscheidungsprozess, in dem er sich direkt fragt: Soll ich oder soll ich nicht? Ist diese Seite vertrauenswürdig oder nicht? Darf ich hier frei kommentieren oder laufe ich Gefahr als „Fremder“ geoutet zu werden? Der geübte User „kennt sich halt aus“. Er besitzt die nötige Kompetenz.

Welche Kompetenzen für einen professionellen Umgang mit Social Media notwendig sind, haben auch die social-media-experten näher untersucht. Sie fragen auf ihrem Blog „Was sind die notwendigen Kompetenzen für Social Media?“ und präsentieren Ergebnisse verschiedener Studien und Befragungen, aus denen eine lange (lesenswerte!) Liste von Soft Skills hervorgeht, die Social-Media-Kompetenz ausmachen.

Dabei wird deutlich: Social Media-Kompetenz ist nichts, was sich mal eben so einstudieren lässt. Sie erfordert einen langen Lernprozess. Ein Blog oder Facebook-Account ist schnell eingerichtet, aber kann ich sie auch benutzen? Wozu brauche ich sie eigentlich? Und behalte ich bei all den Angeboten auch noch den Überblick?

Bleibt die Frage, wie sich ein solcher Lernprozess gestalten könnte? Wo muss angesetzt werden, um Social-Media-Kompetenzen auszubauen? Ist es Aufgabe der Organisationen ihre Mitarbeiter für den Umgang mit Social Media zu schulen oder sollte diese Kompetenzerweiterung jeder privat in Angriff nehmen? Welche Angebote gibt es aktuell schon von Seiten der Organisationen?

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