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Rückblick: 1 Jahr Bloggen

| Filed under Aktuelles Bloggen

Vor 1 Jahr habe ich hier das Bloggen angefangen. Damit zählt dieser Blog zweifellos zu den jungen Hühnern unter den Blogs. Umso schöner ist es, wie vielfältig die Erfahrungen doch sind, die ich in diesem kurzen Zeitraum mit dem Blog sammeln konnte.

In meinen Augen liegt der Reiz des Bloggens nicht (nur) im Schreiben und Veröffentlichen von Artikeln. Das Besondere ist, was drumherum geschieht und quasi aus den Artikeln erwächst: der spannende Austausch, die netten Kontakte, die interessanten Veranstaltungen… Sprich: Das lebendige Netzwerk, in das der Blog (als ein Knotenpunkt neben anderen) eingebettet ist.

Zu Beginn des Bloggens, hatte ich mich darüber beklagt, dass es nur wenige Blogs über Soziale Arbeit geben würde. Die Zahl sozialarbeiterischer oder pädagogischer Blogs ist, wie ich finde, noch immer gering. Und doch, habe ich den Eindruck, wächst sie stetig. Ich kann nicht genau sagen, ob es daran liegt, dass das Bloggen im Sozialbereich vermehrt Anklang findet. Oder ob die Blogs einfach besser gefunden werden, weil sie in den Suchmaschinen weiter oben gelistet werden. Einige schöne Gedanken zum Erfolg von Nischenblogs hat Christian Henner-Fehr vor kurzem auf seinem KulturmanagementBlog veröffentlicht. Was meinen Blog betrifft, kann ich die These vom Erfolg der Nische bzw. dem Unique Content bestätigen. Über Anerkennungskultur in der Sozialen Arbeit zu bloggen, beschert mir in den Suchmaschinen recht gute Positionen. Für den Blog ist das super! Und doch habe ich neben dem lachenden auch ein weinendes Auge, wenn ich daran denke, dass ein so spannendes und wichtiges Thema wahrlich „nur“ eine Nische besetzt. Natürlich freue ich mich, wenn einige meiner Artikel von renomierten Seiten verlinkt werden. Aber wenn ich sehe, dass außer mir sonst kaum einer z.B. über eine Veranstaltung berichtet hat, komme ich doch manchmal arg ins Grübeln.

Was die Statistik verrät…

Ich bin wahrlich kein Statistik-Freak, weshalb ich für diese Review auch kein umfassend bebildertes Material veröffentliche. Mit den Besucherzahlen geht es auf meinem Blog erfreulicherweise stetig bergauf!

Der bislang am meisten gelesene Artikel auf meinem Blog, ist der Vierteiler über die Veränderungen in der Familienhilfe. Platz zwei belegt der Artikel über den Fachkräftemangel und auf Platz drei stehen meine Gedanken zur Ökonomisierung Sozialer Arbeit. Angesichts der Brisanz und Aktualität der jeweiligen Themen sind die Klickzahlen nicht verwunderlich.

Obwohl ich mich bezüglich Facebook noch immer nicht entscheiden kann, ob ich es gutheißen oder verteufeln soll, gelangen nach wie vor viele Besucher über Facebook auf meinen Blog (abgesehen von Google und den Feeds). Wohl der triftigste Grund, mich von Facebook nicht gänzlich zu verabschieden. Auch der zweite Netzriese Twitter beschert mir regelmäßig Besucher. Natürlich sagt die Anzahl der Besucher, die über diese Seiten kommen, noch nichts über die Qualität bzw. Verweildauer aus. Würde man die vielen kleinen, aber dafür spezifischen (Nischen)Seiten, über die Leser auf den Blog aufmerksam werden, zusammenfassen, würden sich bezüglich der Qualität wahrscheinlich ganz andere Rankings ergeben.

Was andere Blogs angeht: Viele Leser erhalte ich über den Blog sozialearbeit.einmischen.info. Auch wenn ich mich gerne des Öfteren an den Perspektiven des Einmischen-Blogs stoße und nicht immer auf einer Wellenlänge schwimme (ich denke, man nimmt es mir im Sinne der Perspektiven-Vielfalt nicht übel, dass ich das hier schreibe ;-) ), so scheint die Verbindung zwischen den beiden Blogs angesichts der Klickzahlen recht fruchtbar zu sein. Zumindest verrät es mir, dass das Interesse an Veränderungen in der Sozialen Arbeit (mit welcher Perspektive auch immer) in steigendem Maße zuzunehmen scheint.

Die eifrigsten Kommentatoren auf meinem Blog waren bislang Hannes Jähnert, der über Online- und Micro-Volunteering bloggt, und Stefan Klein von blog.social. Betrachte ich die Gesamtheit der Kommentare auf meinem Blog, scheint sich die Regel zu bestätigen: Wer selber bloggt (oder regelmäßig Blogs liest), kommentiert eher auf einem Blog, als jemand, der nur wenig mit Blogs zu tun hat.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, an alle, die durch ihr interessantes Feedback zur Lebendigkeit dieses Blogs beitragen.

Auch im nächsten Jahr…

…werde ich weiter bloggen. Natürlich ist es schwierig den Spagat zwischen all den Aufgaben und Verpflichtungen zu meistern, die im Alltag auf einen warten. Beruf, Studium, Familie,  Freunde… Da muss das Bloggen manchmal hinten anstehen.

Mein persönliches Fazit nach einem Jahr: Bloggen ist eine Bereicherung und wächst einem ans Herz. Es ist ein schönes Gefühl dabei zuzusehen, wie der eigene Blog wächst und welche Früchte er trägt. Natürlich ist Bloggen auch Arbeit. Es kostet Zeit, Mühe und Geld. Um einen erfolgreichen Blog zu schreiben, so würde ich rückblickend zusammenfassen, sind meiner Meinung nach vor allem drei Dinge wichtig: ein Thema, das einem am Herzen liegt, eine solide (wissenschaftliche) Grundlage, auf die man sich berufen kann, und ein grober Fahrplan, der einem sagt, wo es zukünftig langgehen soll.

Ich bin gespannt, was das zweite Blog-Jahr mit sich bringen wird!

 

Titelbild © by Christian Pohl/pixelio.de

2005
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