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This is how I work… ein Blogstöckchen – gefangen!

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Ich spiele lieber Basketball als Fußball, weil ich besser werfen und fangen kann als kicken. Wahrscheinlich habe ich deshalb gleich das ‚Blogstöckchen’ zu ‚This is how I work’ aufgefangen, das Christian Müller mir zugeworfen hat, und das u. a. auch schon Christiane Link und Silke Loers beantwortet haben.

Mein Blogstöckchen - gefangen und weitergereicht

 

Im Grunde mag ich Kettenbriefe. Die Kettenbriefe, die einem früher in der Schule zugesteckt wurden, habe ich aber trotzdem nie beantwortet, weil dort so Sätze drauf standen wie „Schicke diesen Brief an fünf Freunde weiter … ODER du wirst sterben …ODER du wirst später keinen Mann finden, der dich heiratet … usw…“ ….Nun ja, externe Motivation war noch nie so mein Ding. Ich versuche lieber selber herauszufinden, was ich tun soll, um meinen eigenen Weg zu gehen.

Nun, ich weiß nicht, inwiefern das Blogstöckchen meinen Weg beeinflussen wird. Auf jeden Fall ist so ein Blogstöckchen herrlich ungezwungen! Und deshalb genau das richtige für mich, um mitzumachen. Also los!

Blogger-Typ: Mh… ich blogge über Themen, die mich von Herzen interessieren – und eines davon ist die Soziale Arbeit mitsamt ihrer Organisationen. Ich blogge reflexiv und hinterfrage, was ich sehe, lese, denke. Ich glaube, wer regelmäßig mein Blog liest, kann gut meine gedankliche Entwicklung verfolgen. Zudem blogge ich gerne aus wissenschaftlicher Perspektive.

Gerätschaften digital: *grins* auch wenn man mich altersmäßig noch zu den digital natives zählen kann, bin ich, was digitale Technik angeht, wohl eher spärlich und funktional ausgerichtet. Mein Laptop hat einige Jährchen auf dem Buckel, ich besitze ein ganz gewöhnliches Smartphone und – seit kurzem – ein ganz gewöhnliches Tablet (das Tablet aber in neon-pink). Verliebt bin ich nur in meine Canon EOS 1100d, weil ich mit ihr schon viele wundervolle Momente eingefangen habe.

Gerätschaften analog: Bei mir herrscht Zettelwirtschaft.

die "Prinzessin" unter den Schreibgeräten

Wenn ich Gedanken aufschreibe, brauche ich Stift und Papier. Ich besitze Unmengen an kleinen Ringbüchlein, in die ich Unmengen an Notizen verewige. Meine Pinnwand und mein Zettelkasten quellen regelmäßig über. Kreatives Chaos also. Mein besonderer Schatz an analogen Geräten: meine ‚Princess Standard’ Schreibmaschine! Die ist richtig schön laut und jeder einzelne Buchstabe erfordert Kraft beim Tippen. Ich mag es, beim Schreiben zu spüren, dass ich schreibe. Da bin ich nostalgisch. Außerdem ist sie ein tolles robustes Schreibgerät, das selbst in Kinderhänden unzerstörbar ist.

Arbeitsweise: Ich beobachte und ich lese. Das sind die Anfänge von allem, auch vom Bloggen. Ich liebe Bücher und lese am liebsten mehrere gleichzeitig. Und ich liebe es, draußen ‚im Feld’ zu sein und zu beobachten. Das wichtigste für mich ist, Details wahrzunehmen und sich nicht von der Oberfläche ablenken zu lassen.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?
Meine Lesezeichen speichere ich nach wie vor im Firefox. Das ist für mich der einfachste Weg auf wichtige Informationen zurückzugreifen. Ansonsten merke ich mir viel und nutze also meinen Kopf :-) . Zum Bloggen verwende ich WordPress. Und weil ich ein visueller Typ bin, hat es mir Pinterest sehr angetan. Für die Recherche nutze ich hauptsächlich RSS-Feeds und Suchmaschinen. Da ich oft nach wissenschaftlichen Artikeln suche, sind Google-Scholar oder die OPUS-Metasuche treue Begleiter.

Wo sammelst du deine Blogideen?
Wenn damit ‚auffinden’ gemeint ist: Die Welt ist voll mit Dingen, die es zu entdecken gibt. Ich versuche mir die Zeit zu nehmen, genau hinzuschauen (und weniger vorbeizulaufen).
Wenn damit ‚archivieren’ gemeint ist: In meinem Kopfkino, meinen Büchlein oder als Wordtext auf meinem Computer.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Konzentrieren, nicht ablenken lassen und Zeit nehmen (statt sparen!). Ich bin kein Zwischendurch-Mensch. Kleine Rituale helfen mir, mich zu konzentrieren und meine Gedanken zu sortieren (eine Tasse Tee oder Kaffee, Fenster weeeeit aufreißen, auch im Winter…).

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?
In der Regel merke ich mir die Dinge, die ich noch tun muss. Ansonsten habe ich meine Zettelwirtschaft ;-)

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Zunächst mal: Ich kann eigentlich sehr gut ohne Telefon leben, wenn damit das Telefonieren gemeint ist. Bevor ich ewig telefoniere, treffe ich mich lieber von Angesicht zu Angesicht (sofern es möglich ist). Und wenn ich ‚nur’ schnell Informationen austauschen will, schreibe ich lieber eine mail… nicht leben kann ich dagegen ohne meine Kamera, die mir immer wieder neue Blickwinkel auf meine Umwelt beschert. Und ich hatte mal einen tollen tragbaren Audiorecorder, der aber inzwischen leider kaputt ist.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Mh… ich weiß nicht, ob ich die Dinge besser kann, als andere. Wenn es aber darum geht, welche Stärken man mir nachsagt, dann sind es: mein ‚Elefantengedächtnis’, was Bilder und Situationen angeht (Ich erinnere mich gut daran, wer wann was getan/gesagt hat oder wie eine bestimmte Situation gestaltet war). Ich laufe aufmerksam durch die Welt und entdecke Details. Ich habe ein Gespür für Gefühle und eine gute Beobachtungsgabe, was Beziehungskonstellationen betrifft. Und: was man mir anvertraut hat, plaudere ich nicht weiter, weil ich Vertrauen für sehr wichtig halte… ich denke, alles in allem, sind das gute Voraussetzungen, wenn man Anerkennungs- und Organisationskulturen erforschen will :-)

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Wenn ich blogge, bevorzuge ich ruhige Klänge ohne viel Schnickschnack, die aber trotzdem aussagekräftig sind. Ich mag Sängerinnen wie Ingrid Michaelson, Sara Bareilles und First Aid Kit.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?
Eindeutig Eule. Kann ich aber nicht ausleben, da mein Rhythmus durch meine Familie bestimmt wird.

Eher introvertiert oder extrovertiert?
Ich rede, wenn ich etwas zu sagen habe. Dann auch gerne vehement. Und wenn ich nichts zu sagen habe, kann ich gut schweigen – und stattdessen anderen zuhören. Ich denke oft, wie schön es wäre, wenn manche Menschen weniger reden, dafür mehr zuhören würden… Bin ich also eher introvertiert? Keine Ahnung, es hängt eben stark davon ab, wie viel es zu sagen und zuzuhören gibt :-)

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?
Ui, mal überlegen, es gibt viele Menschen, bei denen ich neugierig bin, wie ihr ‚this is how I work’ gestaltet ist. Wenn ich ein paar davon rauspicke, sind es:

  • Stefan Zollondz, weil seine Blog-Artikel über die Soziale Arbeit immer mit Qualität geschrieben sind und ich einfach neugierig bin, wie er das Bloggen so organisiert
  • Die Soziologen vom SozBlog, weil ich bloggende Soziologen toll finde und ich mir (analog zur Erziehungswissenschaft) wünsche, dass es mehr von ihnen geben würde
  • Cornelie Picht, weil ich bei ihr immer wieder interessante Gedanken zu E-education und MOOCs entdecke
  • Markus Deimann, weil er mir bereits bei zwei Moocs ganz flüchtig begegnet ist und ich seine humboldtsche Sichtweise beim #mmc13 sehr inspirierend fand

Grundsätzlich lasse ich mich aber gerne überraschen, wohin das Blogstöckchen so fliegt! Wer sich jetzt inspiriert fühlt und Lust hat mitzumachen, bitte: Hau in die Tasten!

Der beste Rat den Du je bekommen hast?
„Bleibe authentisch und vertraue auf deine Stärken.“

Noch irgendwas Wichtiges?
Es gibt viele wichtige Dinge. Aber die sollten nicht hier in die letzte Zeile gequetscht werden :-)

 

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