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Typisch Ehrenamt? Oder: Brauchen Hauptamtliche auch Anerkennung?

| Filed under Anerkennungskultur

Anerkennung ist eine Gesamtaufgabe Sozialer Organisationen

In der (notwendigen) Diskussion um die Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit geht (in meinen Augen) eine Sache oft verloren: die Perspektive auf die hauptamtlich Beschäftigten. Wenn ehrenamtliche (unentgeltliche) Tätigkeiten besonderer Formen der Anerkennung bedürfen, bedeutet das im Umkehrschluß, dass diese besonderen Anerkennungsformen in hauptamtlichen (finanziell entlohnten) Beschäftigungsverhältnissen unwichtig sind?

Anerkennung im Ehrenamt – zwischen „Tauschgeschäft“ und „Philosophie“

| Filed under Anerkennungskultur Ehrenamt

Anerkennung als Philosophie

Im Ehrenamt besitzt die Anerkennungskultur einen besonderen Stellenwert. Im Gegensatz zu Hauptamtlichen bekommen Ehrenamtliche keinen monatlichen Gehalts-Scheck. Trotzdem arbeiten sie nicht „für umsonst“. Wo sich Menschen freiwillig engagieren, bringen sie zumeist ganz eigene Motive und Bedürfnisse mit, die sie mit ihrem Engagement verknüpfen und die entsprechend von Seiten der Einsatzstellen berücksichtigt werden sollten***. Aus der Erkenntnis, dass unentgeltliche Arbeit nicht allein aus Nächstenliebe geleistet wird (oder werden muss), ist in den letzten Jahren eine Bandbreite an nicht-monetären Formen der Anerkennung entstanden, die das freiwillige Engagement wertschätzen und attraktiv gestalten sollen. Ehrenamtliche Arbeit ist zuvorderst „Geben“, schließt aber das „Nehmen“ nicht aus.

Aber: Ist die Anerkennungskultur nun eine Philosophie – oder handelt es sich vielmehr um ein Tauschgeschäft? Diese Frage beschäftigt mich, seitdem ich auf der Seite des Projekts a.D. „Civitas – Bürgerorientierte Kommunen in Deutschland“ folgendes Zitat gelesen habe:

Trend zur Freiwilligkeit: Sind Ehrenamtliche die neuen „Profis“?

| Filed under Ehrenamt Personalentwicklung Qualität

Neulich unterhielt ich mich mit einem Freund über Ehrenamtliche und freiwilliges Engagement in Bereichen der Sozialen Arbeit. Mein Freund war ziemlich verärgert und erzählte, dass seine Vorgesetzten einem richtigen „Freiwilligen-Wahn“ erlegen wären. „Alles dreht sich nur noch um die Freiwilligen“, stellte er konsterniert fest „wie sie gewonnen werden sollen, welche Schulungen man ihnen anbieten muss, wie wir, als Hauptamtliche, ihren Einsatz möglichst attraktiv gestalten können… Und was ist mit mir?“ fragte er frustriert, „Wie mein Job attraktiver werden könnte, hat mich noch nie jemand gefragt.“ Mein Freund war kurz davor das Handtuch zu werfen und nicht mehr in „diesen Laden“ (wie er seine Arbeitsstelle nennt) zurückzukehren.