anerkennung-sozial.de

Müssen Sozialarbeiter bescheiden sein?

| Filed under Anerkennungskultur Personalentwicklung Zukunft Sozialer Arbeit

Müssen Sozialarbeiter bescheiden sein?

Müssen Sozialarbeiter bescheiden leben und verzichten können? Diese Frage stelle ich mir, seitdem ich den Aufsatz “Zwischen Sammelbüchse und PC? Dienstleistungsmanagement in sozial-karitativen Organisationen” vom ehemaligen Wiesbadener Caritasdirektor Paul Zöller gelesen habe. Und obwohl der Aufsatz aus den 90ern ist und ich das Buch vor der Vereinsamung auf dem Wühltisch gerettet habe, finde ich die Fragestellung aktueller denn je…

Typisch Ehrenamt? Oder: Brauchen Hauptamtliche auch Anerkennung?

| Filed under Anerkennungskultur

Anerkennung ist eine Gesamtaufgabe Sozialer Organisationen

In der (notwendigen) Diskussion um die Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit geht (in meinen Augen) eine Sache oft verloren: die Perspektive auf die hauptamtlich Beschäftigten. Wenn ehrenamtliche (unentgeltliche) Tätigkeiten besonderer Formen der Anerkennung bedürfen, bedeutet das im Umkehrschluß, dass diese besonderen Anerkennungsformen in hauptamtlichen (finanziell entlohnten) Beschäftigungsverhältnissen unwichtig sind?

Anerkennung im Ehrenamt – zwischen „Tauschgeschäft“ und „Philosophie“

| Filed under Anerkennungskultur Ehrenamt

Anerkennung als Philosophie

Im Ehrenamt besitzt die Anerkennungskultur einen besonderen Stellenwert. Im Gegensatz zu Hauptamtlichen bekommen Ehrenamtliche keinen monatlichen Gehalts-Scheck. Trotzdem arbeiten sie nicht „für umsonst“. Wo sich Menschen freiwillig engagieren, bringen sie zumeist ganz eigene Motive und Bedürfnisse mit, die sie mit ihrem Engagement verknüpfen und die entsprechend von Seiten der Einsatzstellen berücksichtigt werden sollten***. Aus der Erkenntnis, dass unentgeltliche Arbeit nicht allein aus Nächstenliebe geleistet wird (oder werden muss), ist in den letzten Jahren eine Bandbreite an nicht-monetären Formen der Anerkennung entstanden, die das freiwillige Engagement wertschätzen und attraktiv gestalten sollen. Ehrenamtliche Arbeit ist zuvorderst „Geben“, schließt aber das „Nehmen“ nicht aus.

Aber: Ist die Anerkennungskultur nun eine Philosophie – oder handelt es sich vielmehr um ein Tauschgeschäft? Diese Frage beschäftigt mich, seitdem ich auf der Seite des Projekts a.D. „Civitas – Bürgerorientierte Kommunen in Deutschland“ folgendes Zitat gelesen habe: