
Die Medienlandschaft ist voll von kurzlebigen Nachrichten über Klatsch und Tratsch, über Sex and Drugs oder über Meldungen, bei denen die Unabhängigkeit der Inhalte von Lobbyverbänden fragwürdig erscheint. Der Platz in den etablierten Medien für journalistische Arbeiten, die z.B. aufgrund ihrer Komplexität einen großen zeitlichen Rechercheaufwand benötigen oder deren Inhalte weniger „marktfreundlich“ sind, wird dagegen immer begrenzter. Wie also können gesellschaftlich relevante Inhalte ihren Weg in die Presse (zurück)erobern?
Die Auseinandersetzung mit dem gemeinnützigen Journalismus (oder auch: stiftungsfinanzierten Journalismus) ergab sich mir aus zwei Gründen: zum einen wurde das Thema des gemeinnützigen Journalismus’ im Rahmen der aktuellen Stiftungswoche diskutiert. Zum anderen standen wir (bzw. die Veranstalterinnen) auf der kürzlich stattfindenden Tagung zur kritischen Sozialen Arbeit vor dem Umstand, dass sich trotz diverser Anfragen, kaum eine Redaktion fand, die über die Tagung öffentlich berichten wollte (War überhaupt ein Medienvertreter da? Ich habe gar keinen gesehen.). Soziale Arbeit abseits von aufreißerischen Parolen lohnt sich für die Pressewelt offenbar nicht…