anerkennung-sozial.de

Open Science – Mehr Offenheit in der Wissenschaft!

| Filed under Social Media Wissenschaft

offene Projekte - Projekte veröffentlichen

Die Debatte um universitäre „Elfenbeintürme“ ist natürlich nicht neu. Durch Open Sciences, also „öffentliche Wissenschaften“, bekommt sie hierzulande jedoch wieder Aufwind. Auf dem Blog von Ikosom, dem privaten Institut für Kommunikation in sozialen Medien, war kürzlich zu lesen, dass sich das Institut zukünftig voll und ganz nach dem Ansatz des Open Science ausrichten wird. Wie genau dieser Wandel ablaufen soll, welche Methoden eingesetzt werden können, wie öffentliche Forschung erfolgreich sein kann usw. ist noch offen und soll nun gemeinsam geklärt werden.

Aber, so habe ich mich nach dem Lesen des Beitrags von Ikosom gefragt, ist nicht gerade dieses fehlende “Wie”, das “Offene”, das “Prozesshafte”, also das “öffentliche Bekenntnis etwas noch nicht zu wissen und gemeinsam dieses Wissen zu erarbeiten” genau das, was Open Sciences ausmacht?

Und weiter: Passen Open Sciences damit nicht wunderbar zur Sozialen Arbeit?

Der Rotstift ist schon beim Denken angekommen. Oder: Wie viel Wissenschaft steckt in sozialen Studiengängen?

| Filed under Qualität Wissenschaft Zukunft Sozialer Arbeit

Wie wissenschaftlich ist das Studium?

Obwohl der soziale Sektor eine der größten und am stärksten wachsenden Berufsgruppen darstellt, wird in sozialen Studiengängen an Universitäten und Hochschulen gerne der Rotstift angesetzt. Die Vorstände der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) und der Kommission Sozialpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) betonen in einer aktuellen Stellungnahme (.pdf), wie wichtig Wissenschaftlichkeit für die Qualität Sozialer Arbeit ist und fordern, die wissenschaftliche Basis sozialer Dienstleistungsberufe nachhaltig zu sichern und zu fördern.

Wenn ich an meine eigene Studienzeit zurückdenke…

Netzkommunikation – Wie führe ich einen Dialog übers Internet? Teil 2: Missverständnisse und Störungen

| Filed under Kommunikation Social Media

Störungen

Im Beitrag “Netzkommunikation – Wie führe ich einen Dialog übers Internet? Teil 1: Gibt es einen Unterschied zwischen „virtueller“ und „realer“ Kommunikation?” habe ich mich mit zwei wichtigen Merkmalen der Netzkommunikation auseinandergesetzt: die Reduktion von Ausdrucksmöglichkeiten und sinnlicher Wahrnehmung sowie die Erweiterung von Ressourcen, Geschwindigkeit und Interaktionspartnern.

Wo wir uns in der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht buchstäblich mit Händen und Füßen verständlich machen können, wo wir detailliert beobachten, berühren, zeitnah revidieren, und ausloten können, bleibt uns für die Interpretation von Netz-Botschaften (z.B. Emails, Tweets, Foreneinträge) zunächst hauptsächlich eine Textnachricht. Gleichzeitig nehmen die Informationen und Interaktionspartner, die wir über das Netz erreichen, an Komplexität immer mehr zu. Netzkommunikation, so scheint es, ist deutlich von Unsicherheit und Situativität geprägt…

Anerkennungskultur – mehr als Blumenstrauß, Ehrennadel & Co

| Filed under Anerkennungskultur Theorie

Zu Beginn eine kurze Anekdote: Ich habe vor einiger Zeit an einem Weiterbildungsgang zum Thema „Freiwilligenmanagement“ teilgenommen. Um das Abschlusszertifikat zu erlangen, musste jeder Teilnehmer eine schriftliche Arbeit verfassen, in der ein bestimmter Bereich des Freiwilligenmanagements aufgegriffen und zum Ende der Seminarreihe dem Plenum vorgestellt werden sollte. Ich entschied mich für das Thema „Anerkennungskultur“ und erarbeitete – da ich neben der Pädagogik auch die Soziologie liebe – einige Überlegungen zu der Struktur von Organisationskulturen und ihren Auswirkungen auf die Praxis. Nachdem ich mein Konzept in der Runde vorgestellt hatte, war die Dozentin (übrigens eine angesehene Frau mit langjähriger Erfahrung im Freiwilligensektor) ehrlich erstaunt und meinte: „Das ist ja interessant, die Anerkennungskultur auch einmal von der kulturellen Seite zu betrachten.“. Ich war ebenso ehrlich verwundert: von welcher Seite sollte ich eine Kultur sonst betrachten, wenn nicht von der kulturellen?

Teil 2: Was ist Anerkennung? Um anzuerkennen, müssen wir kennenlernen

| Filed under Anerkennungskultur Theorie

Anerkennung ist nicht gleich Anerkennung. In „Teil 1: Was ist Anerkennung? Über die schwierige Suche nach einem alltäglichen Begriff“ wurde deutlich, dass der Begriff der Anerkennung sehr vielfältig ist und von unterschiedlichen Personen auf ganz unterschiedliche Weise verstanden werden kann. Dennoch wird das Thema der Anerkennung (z.B. innerhalb einer Organisation) zumeist so angegangen, als würde unter den Betroffenen bereits Einigkeit darüber bestehen, was Anerkennung bedeutet. Die Frage, was das eigentlich ist, was gemeinhin mit Anerkennung bezeichnet wird, wird somit oft von vornherein als nicht notwendig erachtet. Doch gerade dort, wo ein Thema derart unterschiedlich aufgefasst werden kann, ist es unumgänglich, sich auch mit den “Wurzeln” (genauer: der blanken Theorie) zu beschäftigen und somit eine fundierte Basis zu schaffen.